Vitalmonitor

Als Gewinner des Linzmarathon Gewinnspiels von Vitalmonitor durfte ich einen Vitalmonitor von Anfang Jänner bis Ende April verwenden und zur Vorbereitung auf den Linzmarathon am 19.4.2015 verwenden.

Unboxing


Der Vitalmonitor kommt in einer sehr schicken Verpackung. Im Lieferumfang sind folgende Teile enthalten
  • Brustgurt
  • Induktions-Ladestation
  • Athleten ID Card
  • Netzteil
  • kurze Beschreibung
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Brustgurt selbst

Anders als bei die gewöhnlichen Pulsgurten hat der Vitalmonitor metallische Kontaktflächen und ist wesentlich dicker und schwerer. Dies ist aber kein Nachteil, da der Gurt nur für Ruhemessungen verwendet wird. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert die Kontaktflächen vor jeder Messung zu befeuchten.
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Laden und Akkukapazität


Das Laden des Brustgurts wird induktiv durchgeführt, wobei der Vitalmonitor magnetisch auf der Ladestation in Position gehalten wird. Eine extrem schicke und praktische Lösung. Die Kapazität des Akkus ist mehr als ausreichend. Ich musste den Vitalmonitor in den 4 Monaten nur 2x Laden - und das bei einer durchschnittlichen Benutzung von etwa 2x täglich.
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Benutzung und Software

Es gibt ein Video von Vitalmonitor welches die grundlegende Funktionsweise und Bedienung erklärt:



Hier noch eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Informationen:
Bevor man den Vitalmonitor zum ersten Mal verwenden kann muss man die Software auf sein iPhone oder Android Phone herunterladen. Anschließend registriert man sich mit seiner Athleten ID. Falls man einen Trainer hat, der bei Vitalmonitor registriert ist kann man sich sehr einfach mit ihm verbinden. Dafür muss man lediglich seine Trainer ID eingeben. Bevor es mit der Messung losgehen kann muss man den Brustgurt mit dem Smartphone koppeln.

Messung

Es gibt zwei Arten von Messungen: Morgenmessung und Statusmessung, wobei die Messungen selbst gleich ablaufen:
  • Sitzend, Beine dürfen dabei ausgestreckt sein
  • 110s Ruhepuls mit normler Atmung
  • 60s mit Atemrythmus der von der App vorgegeben wird
Im Hauptbereich wird die Zeit angezeigt bzw. der Atemrhythmus und im unteren Bereich das EKG:
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Messdaten


Der Vitalmonitor lieferet eine ganze Menge an Daten. Im rechten Bereich der Seite können diese für die gewählte Einheit angezeigt werden. Die folgenden Bilder zeigen die Herzfrequenzvariabilität (HRV) über der Zeit (türkis: Ruhemessung, grün: Atemmessung), das aufgezeichnete EKG und die HRV als Punkteplot (eine genaue Erklärung wie dieser erstellt wir findet man hier).
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Trainingsempfehlung


Aufgrund der aktuellen Messung gibt es eine Trainingsempfehlung für Ausdauertraining für die folgenden Bereiche: Pause, Reg, GA1, GA2 EB, Int, sowie für Krafttraining (kein, leicht, normal, hart). Für das tägliche Training stellt dies einen sehr großen Nutzen dar, da man damit mit der für den Körper verkraftbaren Trainingsreiz setzen kann - nicht zu wenig aber auch nicht zuviel. Vor allem für motivierte Sportler die sehr viel trainieren kann eine Pause zur richtigen Zeit große Leistungssteigerungen bringen. Hier kommt wieder der Leitsatz in Spiel: Der Reiz wird im Training gesetzt, Verbesserungen passieren aber während der Regeneration. Als Athlet muss man natürlich bereit sein sich darauf einzulassen und gegebenenfalls auch wirklich eine Pause einlegen obwohl diese nicht geplant war. Aufgrund zusätzlicher Belastungen (z.B.: Job, Familie, Finanzen) kann dies jederzeit vorkommen. Hier nochmal ein Auszug vom Portal:
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Fazit

Der Vitalmonitor hat das Potential einen Paradigmenwechsel im Ausdauersport auszulösen. Ich habe vor kurzem ein exzellentes Buch über Triathlontraining gelesen (Der komplette Triathlet von Matt Dixon). Dabei erwähnt er, dass es derzeit keine Methode gibt um den Regenerationssatus zu Messen. Hier ist er nicht auf den aktuellsten Stand, da der Vitalmonitor genau dazu in der Lage ist. Vielleicht expandiert Pulse7 auch mal nach Amerika und dann sollte Matt Dixon der Vitalmonitor dargestellt werden.
Mit 399€ ist der Preis recht selbstbewusst angesetzt. Wenn man sich aber bewusst wird, was hier alles an Entwicklungsaufwand (Hardware - echtes EKG mit 500 Hz Auflösung und Software) ist dieser Preis meiner Meinung nach gerechtfertigt. Athleten geben oft sehr viel Geld für weniger wirkvolle Dingen aus (z.B.: Laufräder um 3000€) und übersehen dabei, dass in erster Linie die athletische Leistung verbessert werden sollte - und genau dabei hilft der Vitalmonitor enorm. Vielleicht ist es nicht sofort durch bessere Wettkampfzeiten ersichtlich, aber langfristig gesehen hilft der Vitalmonitor bei der richtigen Trainingsplanung und auch der Prävention von Übertraining.