Triathlon EM Genf 2015

Triathlon EM Genf - was für ein Disaster!
Lange hat es gedauert bis ich mich zu einem Rennbericht durchringen konnte.
Das Disaster begann bereits eine Woche davor. Bei etwa 40km/h machte ich Bekanntschaft mit dem Asphalt. Tiefe Schürfwunden an Ellenbogen, Oberschenkel, Knie, Unterschenkel und Knochen waren das Ergebnis. Ab diesem Zeitpunkt lief es im Training auch nicht mehr wirklich rund. Schwimmtraining musste ausfallen, damit die Wunden halbwegs heilen und beim Laufen bekam ich starke Rückenschmerzen.

Bei perfekten Wettkampfbedingungen erfolgte der Start um 6:39Uhr für meine Altersklasse. Trotz des heißen Wetters in den Tagen davor war die Wassertemperatur niedrig genug, dass das Schwimmen mit Neoprenanzug erlaubt war.

Schwimmen


Schon auf den ersten 200m verlor ich den Anschluss an die Hauptgruppe. Einmal abgehängt erledigte die Strömung den Rest und ich stieg nach 26:23 Minuten aus dem Wasser. Dies ist die langsamste Zeit die ich jemals auf der olympischen Distanz mit Neo geschwommen bin. Traurig aber wahr.

Radfahren


Nach einem problemlosen Wechsel waren eine weitgehend flache Runde mit einem kurzen Anstieg (1km, 7% Steigung) zwei mal zu absolvieren. Ich merkte am Rad aber sehr schnell, dass ich nicht gerade meinen besten Tag hatte. 262W Durchschnittsleistung bei 155 Durchschnittspuls. Dies reichte gerade einmal für eine Radzeit von 1:03:51.

Laufen


In der Ausschreibung stand der Laufkurs sei ‘relatively flat’ - also relativ flach, was nur Schweizer so bezeichnen. In Wahrheit gab eis kaum einen flachen Meter - nur die letzten 800m ins Ziel waren wirklich flach. Beim Rest der Strecke ging es permanent bergauf und bergab und er war sehr kurvenreich. Eines muss man dem Kurs aber lassen - er war sehr kurzweilig. Die drei zu absolvierenden Rungen vergingen subjektiv gesehen sehr schnell. Nach dem schwachen Schwimmen und dem durchschnittlichen Radfahren hoffte ich auf gute Laufbeine. Falsch gedacht. Es ging dann so mittelmäßig dahin. Die Anstiege machten mir wie üblich große Probleme und meine Herzfrequenz ging nie über 160. Ich erreichte das Ziel nach einer Laufzeit von 44:35 Minuten.

Ergebnis

Vom Gefühl her war es das beste Starterfeld das ich bisher erlebt habe. Gegen diese Jungs hatte ich einfach keinen Auftrag. Zumindest hat meine Gesamtzeit von 2:19:01 gerade so gereicht um die Qualifikation für die Triathlon EM 2016 in Lissabon zu schaffen.

Hier die Tabelle von Triathlon Ranking:
Hier auf Garmin Connect: