Podersdorf Mittledistanz 2014

Zum Saisonabschluss stand für mich nochmal ein Rennen über die Mitteldistanz in Podersdorf an. Meine Vorbereitung verlief ein wenig durchwachsen. Aufgrund von einer sehr ambitionierten Mission „Geschwindigkeitsoptimierung durch Gewichtsverlust“ bzw. einer Dehydrierung bin ich beim Shopping mit Tamara umgekippt, musste am linken Auge genäht werden und die Mission „Geschwindigkeitsoptimierung durch Gewichtsverlust“ etwas weniger ambitioniert angehen. Durch anhaltende Schmerzen in der rechten Hüfte musste ich mein Lauftraining in den letzten Wochen deutlich reduzieren.
Im Gegensatz zu meinen bisherigen Rennen über die Mitteldistanz hatte ich mit Podersdorf eine Strecke ausgewählt die gut zu mir passt.
Flach, flacher, Podersdorf - so kann man am besten die Strecke vom Austria Triathlon Podersdorf beschreiben. Gute Zeiten sind auf dieser Strecke also vorprogrammiert.
Am 6.9. bei angenehmen 17˚C Lufttemperatur und beinahe Windstille ginge es für etwa 700 Startern (Lang- und Mitteldistanz) pünktlich um 7:00 Uhr im Neusiedlersee los. Durch die 18˚C Wassertemperatur durfte mit Neoprenanzug geschwommen werden und aufgrund der Regefälle im August war dieses Jahr der Wasserstand auch kein Problem (in den letzten Jahren war der See angeblich beinahe zu seicht). Besonders interessant fand ich beim Schwimmen, dass ich trotz des Massenstarts beinahe die gesamte Schwimmstrecke von 1.9km niemandem vor mir hatte und somit auch ohne Wasserschatten auskommen musste. Nach 32:32 Minuten stieg ich aus dem Wasser und konnte damit meine persönlich Bestleistung um etwa eine Minute verbessern.



Anschließend ging es auf die 30km völlig flache Radstrecke die ich 3x zu absolvieren hatte. Mit 2:14:05 Stunden konnte ich den elftbesten Radsplit hinlegen und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40km/h erreichen. Mit 241W Durchschnittsleistung erreichte ich exakt den selber Wert wie beim Trummer Triathlon. Hier nochmal ein riesiges Dankeschön an „Sitzpositionsguru“
Christian Bernhard der es geschafft hat, dass ich mit dieser Leistung solche Geschwindigkeiten fahren kann – AERODYNAMIC RULES!



Zurück von der Radstecke traute ich meinen Augen kaum, da ich eine beinahe leere Wechselzone vorfand. 14. Gesamtplatz und 3. meiner Altersklasse nach dem Radfahren – eine Riesenüberraschung und kaum zu glauben.
Den abschließenden 21.1 Laufkilometer konnte ich zwar sehr konstant, aber leider – wie immer - viel zu langsam laufen. Mit 1:44:54 Stunden war es für meine Verhältnisse zwar kein absolutes Drama aber ich hätte mich darüber gefreut wenn es schneller gegangen wäre. Da ich ein wenig mit Krämpfen zu kämpfen hatte war aber einfach nicht mehr möglich.



Mit einer Gesamtzeit von 4:34:33 erreichte ich den 54. Gesamtrang und den 10. Rang in meiner Altersklasse. Damit waren nur 12% der Teilnehmer schneller als ich. Meine persönliche Bestleistung konnte ich damit um mehr als 20 Minuten verbessern. Mit diesem Gesamtergebnis bin ich sehr zufrieden und freue mich über einen gelungenen Abschluss meiner zweiten Triathlonsaison.
Nach der Saison ist vor der Saison. Bis zu den Wettkämpfen 2015 werde ich verstärkt an meiner Laufperformance arbeiten und hoffe dann auch einmal positives darüber berichten zu können.